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330 Tonnen Kamelle werden beim Kölner Rosenmontagsumzug unter die Leute gebracht. Das entspricht dem Gewicht eines halben ICE. In Düsseldorf sind es 45 Tonnen Süßwaren; soviel wie ein Kettenbagger wiegt. Quelle: bahnmobil 02.2016. © bodyartimages / fotolia.com

Nasch- und Knabberware: Trends und Ausblick

Süßwaren sind nicht nur zur Karnevalszeit beliebt

Der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) vermeldet für das Jahr 2015 ein geschätztes Produktionsvolumen deutscher Süßwaren und Knabberartikel von insgesamt 3,99 Millionen Tonnen. Dies entspricht einem Produktionsanstieg um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Branchenumsatz legte laut Schätzungen des BDSI um 2,6 Prozent auf rund 12,58 Milliarden Euro zu. Die Branchenannahmen für 2016 sind zunächst verhalten optimistisch. Grund dafür sind unter anderem die hohen Preise für Importrohstoffe, der zunehmende Konkurrenzdruck im nationalen und internationalen Wettbewerb sowie vermehrte staatliche Regulierungen.

Vor allem für den am stärksten wachsenden Bereich der Knabberwaren erhofft sich die Industrie von Großveranstaltungen wie Fußball-EM oder Olympischen Sommerspielen mit steigender Nachfrage an Einwegverpackungen zusätzliche Impulse für das laufende Jahr. Weiterhin im Trend liegen laut Experten personalisierte Produkte wie Schokolade mit Namenszug oder individuelle Müslimischungen, für die die Verpackungsindustrie moderne Lösungen bereithält.

Über 30 Kilogramm Süßes und Salziges pro Kopf pro Jahr

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Easy-Opening: Vorgestanzte Kerben zum Öffnen, eingesiegelte Aufreißstreifen, Ring-Pull-Öffnungen, Schnappdeckel oder Zip-Verschlüsse zum bequemen Öffnen und Wiederverschließen entsprechen den Ansprüchen der modernen Lifestyle-Kundschaft. © PHOTOPRESS/Chocoladefabriken Lindt & Spruengli AG

Ohne Süßwaren geht es nicht: Bei knapp über 30 Kilogramm liegt hierzulande der Gesamtanteil von Schokolade, Knabberartikeln und Backwaren im durchschnittlichen Jahres-Pro-Kopf Verbrauch. Doch die Ansprüche an den Inhalt steigen – und mit ihnen sind entsprechend neue Verpackungsmaterialien gefordert. Produkte aus 3-D-Druckern müssen bruchsicher verpackt werden. Vegane Lebensweise fordert nicht nur biologisch angebaute Zutaten, sondern auch nachhaltige Verpackungsmaterialien. Ausgefallene Nuss-Fruchtmischungen mit sechs oder mehr Komponenten können nur dank innovativer Maschinen mit Mehrkopfwaagen oder zielgenauen Tellerdosierern exakt abgefüllt werden.

Ansprüche an Maschinen wachsen

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Lovechock ist einer der ersten Schokoladenriegel kompostierbarer Verpackungsfolie aus Zellulose. Das Berliner Jungunternehmen für Brot- und Lunchboxen aus Edelstahl kooperiert mit dem niederländischen Schokoladenhersteller. © ecobrotbox

Mit den neuen Kundenansprüchen steigen auch die Anforderungen an Maschinen und Anlagen. Die sorgfältige Verarbeitung sensibler Schüttgüter wie Cranberries oder Paranüsse, wiederverschließbarer Kunststoffbecher und Dosen muss bei gleichbleibend hoher Qualität gewährleisten werden. Unter anderem sorgen hier Vibrationssteuerungen für einen ausgeglichenen Produktfluss und genaue Zuführung. Gefordert sind zudem schnell umrüstbare und leicht zu pflegende Prozess- und Verpackungsanlagen, die von wiederverschließbaren Familienverpackungen kurzfristig auf Single-Süßwaren umgestellt werden können.
Die steigende Nachfrage an Bioprodukten setzt auch im Verpackungsbereich der Süßwaren neue Maßstäbe. ‚Lightweight’ ist Trend. Mit leichteren Kartonagen oder dem Einsatz von Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen lässt sich der sogenannte CO2-Fußabdruck verringern. Foto: Lovechock ist einer der ersten Schokoladenriegel kompostierbarer Verpackungsfolie aus Zellulose. Das Berliner Jungunternehmen für Brot- und Lunchboxen aus Edelstahl kooperiert mit dem niederländischen Schokoladenhersteller. © ecobrotbox
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