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Metallverpackungen auf Expansionskurs

August 2015 – Nach aktuellen Untersuchungen des Marktforschungs- und Beratungsunternehmen ‚Ceresana’ stehen die Zeichen für Metallverpackungen auf Expansionskurs. Bereits seit 2005 sei die Nachfrage an Metalldosen für alkoholfreie Getränke europaweit um durchschnittlich vier Prozent jährlich gewachsen, ein Ende der Beliebtheit sei nicht in Sicht. Allerdings erwartet das Unternehmen einen leichten Rückgang des Umsatzes von Konservendosen in Ländern mit schwacher Wirtschaftskraft; darüber hinaus erführe die Branche zunehmende Konkurrenz von Kunststoffverpackungen. Die Recyclingquote von Metallverpackungen allerdings liegt mit rund 70 Prozent nicht unter der anderer Verpackungsmaterialien - dank eines neuen Logos soll die Aufmerksamkeit der Verbraucher in Hinblick auf die Wiederverwertbarkeit des Materials noch erhöht werden.

Beim Wiederaufschmelzen von Aluminium fallen nur gut fünf Prozent der Energie an, die für die Produktion des Primärmaterials aufgewendet wurde. Auch bei mehrfacher Verwertbarkeit gehen spezifische Eigenschaften, wie Robustheit, Flexibilität oder Leitfähigkeit nicht verloren. © H.D.Volz / pixelio.de

Absatzwachstum von Konservendosen seit 2008 von über einer Milliarde

Im Mittelpunkt der Studie stand der europäische Markt für Verpackungen und Verpackungskomponenten aus Stahlblech und Aluminium: von Getränkedosen über Schalen für Fertiggerichte, Tuben für Pflege- und Medizinprodukte bis zu Transportverpackungen für Industriegüter. Das Volumen starrer Metallverpackungen allein wird auf mehr als 280 Milliarden Stück im Jahr 2021 geschätzt, die Gesamt-Recyclingquote wird bereits jetzt mit mehr als zwei Dritteln angegeben.

Gründe für die positive Entwicklung: steigende Beliebtheit von Energydrinks, vermehrtes Interesse an Produktneuheiten, der zumeist geringe Preis sowie Recycling. Zudem würden aufgrund der wirtschaftlichen Situation in Europa Restaurantbesuche reduziert und Lebensmittel vermehrt zuhause konsumiert. So wuchs der Absatz von Konservendosen seit 2008 um über eine Milliarde Stück. Auch die Nachfrage an Aluminiumtuben soll trotz vermehrter Konkurrenz durch Kunststoffverpackungen aufgrund günstigerer Barriereeigenschaften insbesondere im pharmazeutischen Bereich für ein Absatzplus sorgen. Und auch Schraubverschlüssen aus Metall wird aufgrund ihrer einfachen Öffnungs- und Wiederverschließbarkeit eine positive Zukunft bescheinigt.

Im Jahr 2013 begann ‚Alpla’ mit der Entwicklung des umweltfreundlichen Materials, damals noch in Kooperation mit ‚Coca-Cola’ und ‚Danone’. Dank der neuen Prozesstechnologie aus den Niederlanden gelang schließlich der Durchbruch. Nicht nur die Umwelt, sondern auch die Kunden profitieren. Aufgrund der überdurchschnittlich hohen Barriere-Eigenschaften des Stoffes verlängert sich die Haltbarkeit der verpackten Lebensmittel um ein Vielfaches, und die Geschmacksneutralität bleibt gewahrt. Bislang scheiterten biobasierte Verpackungsmaterialien im Bereich von Speisen und Getränken oftmals an der niedrigen Abwehrmöglichkeit von Wasserdampf, Sauerstoff oder Aromen. Als Folge verdarben die Verpackungsinhalte innerhalb kürzester Zeit oder übernahmen den Geschmack anderer Lebensmittel.

© MPE // metalpackagineuropa.org

Neues Logo soll aufklären

Trotz einer Recyclingrate von mehr als 70 Prozent ist vielen Verbrauchern die problemlose Wiederverwertung von Metall nicht bewusst. Eine Aufklärungskampagne der Dachorganisation „Metal Packaging Europe“ mit einem brancheneigenen Logo soll nun für mehr Klarheit und Überzeugung beim Konsumenten sorgen und stellt die Bedeutung der Nachhaltigkeit und fachgerechten Entsorgung von Metallverpackungen in den Fokus. Lebensmittel- und Konsumgüterproduzenten können das neue Logo mit dem Schriftzug 'Metal recycles forever', der in 14 weiteren Sprachen erhältlichen ist auf der Verpackung selbst (on-pack) und um die Verpackung herum (off-pack) anwenden.

Schweizer Sammelleidenschaft

In der Schweiz existiert bereits seit 15 Jahren ein eigenes Modell für die korrekte Entsorgung von Metallverpackungen: Der Metallrecycling-Preis prämiert die eifrigsten Sammler für ihren Umwelteinsatz und belohnt die insgesamt drei Sieger mit je 1.000 Franken. Die Kampagne richtet sich an Privathaushalte und Gastronomiebetriebe, aber auch öffentliche Events und Einrichtungen.
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