Kompakt-Verpackungen salonfähig machen.

 MIT KOMPAKTVERPACKUNGEN UMWELT UND GELDBEUTEL SCHONEN.  Mit der Produkteinführung des 'Compressed Deosprays' wollte der Konsumgüterhersteller ‚Unilever’ Verbrauchern und Umwelt Gutes tun. Doch die identische Wirkstoffmenge in kleineren Verpackungen findet bislang nicht den erhofften Absatz. Durch eine Zusammenarbeit mit der Konkurrenz soll den Verkaufszahlen nun ein Anschub gegeben werden.

KLEINE SPRÜHFLASCHEN MIT GROSSER WIRKUNG.

Die Vorteile von Kompaktverpackungen liegen auf der Hand. © Unilever UK

Die Vorteile von Kompaktverpackungen liegen auf der Hand: leichterer Transport und weniger Verpackungsmüll. Verbraucher greifen jedoch weit häufiger zu Verpackungen im Großformat. Das möchte Unilever mit einer außergewöhnlichen Kooperation jetzt ändern. © Unilever UK

Bereits seit Monaten sind Sprühflaschen im Mini-Format in den Regalen deutscher Drogeriemärkte zu finden. Unilever bietet unter anderem Pflegeserien der Produktmarken ‚Rexona’ und ‚Dove’ als Deodorants in deutlich verkleinerten Spraydosen an. Dank innovativer Technologien können die Produkte mit der Hälfte der herkömmlichen Menge eine identische Wirkung erzielen. Die Kunden allerdings sind nicht überzeugt: Sie greifen weiterhin zu größeren Produkten – zum gleichen Preis. Um die kleinen Verpackungen salonfähig zu machen, gewährt das britisch-niederländische Unternehmen nun auch anderen Konzernen kostenlosen Zugriff auf sein neuartiges System – in der Hoffnung, dass sich die handlichen Sprühdosen mit 75 Milliliter anstatt 150 Milliliter Inhalt als Standard im Markt etablieren.

STRATEGIEN FÜR KRISENLÄNDER.

Auch bei Waschmitteln sind kleine Abpackungen nach Untersuchungsergebnissen der Stiftung Warentest oft effektiver als Jumbopackungen. Eine Waschladung mit konzentriertem Pulver- oder Flüssigwaschmittel soll rund die Hälfte von herkömmlichen Mitteln kosten. Vor allem in wirtschaftlich schwächeren Ländern setzen Produzenten bereits erfolgreich Mini-Packungen für Pflege- und Reinigungsprodukte ein. In Indonesien gibt es Einmal-Haarshampoo zu Centbeträgen und in Spanien sind Waschmittelboxen für maximal fünf Wäschen äußerst beliebt. Allerdings schwindet mit dem Preis auch der Komfort: Auf Dosierkappen oder praktische Ausgussvorrichtungen muss im Kleinformat verzichtet werden.

Procter & Gamble setzt auf Nachhaltigkeit. © Procter & Gamble Germany GmbH & Co Operations oHG
Auf Nachhaltigkeit setzt der US-amerikanische Konzern ‚Procter & Gamble’ und möchte in Zukunft insgesamt 230 Millionen Waschmittel- und Weichspülerflaschen seiner Marken Ariel, Lenor und Dash zu 50 Prozent aus wiederverwertbarem Verpackungsmaterial produzieren. Die ersten Flaschen sollen ab 2016 auf dem deutschen Markt erhältlich sein. © Procter & Gamble Germany GmbH & Co Operations oHG
Bei Kompaktwaschmitteln spart der Kunde nicht nur Material und Gewicht, sondern auch am Preis: Im Vergleich kann ein Waschgang aus Großpackung bis zu 68 Prozent teurer sein. © Procter & Gamble Germany GmbH & Co Operations oHG
Die Initiative R’cycle!: Aus 33.000 gesammelten Dosen konnten bereits 82 Fahrräder produziert werden. © Unilever
Nachhaltigkeit fördern will der Unilever-Konzern mit der Gemeinschaftsinitiative 'R’cycle!'. Bei der Drogeriemarktkette dm können noch bis April 2016 leere Deodosen zur Herstellung von Kinderfahrrädern abgegeben werden. Diese werden sozialen Einrichtungen unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Aus 33.000 gesammelten Dosen konnten bereits 82 Fahrräder produziert werden. © Unilever
Verpackung mit Messlöffel. © Yanko Design
Eine praktische und zugleich nachhaltige Verpackungslösung stammt von jungen Designern aus China. Das Konzept für die Verpackung: Durch Abreißen einer Ecke öffnet man nicht nur den Karton, sondern hält automatisch einen Messlöffel in der Hand. © Yanko Design
TIGHTLY PACKED

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