Qualitätsprüfung - Nespresso Produktionsstätte in Avenches, Schweiz. © Nestlé Nespresso SA

Qualitätsprüfung - Nespresso Produktionsstätte in Avenches, Schweiz. © Nestlé Nespresso SA

Klein – und oho!

Portionspackungen besser als ihr Ruf

Der Weltkonzern Nestlé hat bereits auf die Kritik an seinem Nespresso-Kapselsystem reagiert. Mittlerweile werden rund 75 Prozent der Aluminiumkapseln recycelt. Foto: 'Colored coffee' © Nick Harris / F

Der Weltkonzern Nestlé hat bereits auf die Kritik an seinem Nespresso-Kapselsystem reagiert. Mittlerweile werden rund 75 Prozent der Aluminiumkapseln recycelt. Foto: 'Colored coffee' © Nick Harris / Flickr.com

Nicht zuletzt George Clooney hat dafür gesorgt, dass Kaffeegenuss mittlerweile zum Lifestyle vieler Deutschen dazugehört, die sich morgens ihren Lieblingskaffee auf Knopfdruck portionsweise zubereiten. Lange Zeit standen Kaffeekapseln und Einzelportionstüten im Verruf, weil sie die Umwelt mit zusätzlichem Müll belasten sollten. Nun bestätigen zwei voneinander unabhängige Studien, dass Singleportionen im Optimalfall nachhaltiger wirken als herkömmliche Brühsysteme, wenn man den gesamten Produktlebenszyklus betrachtet.

Weniger Lebensmittelverschwendung

Portionspackungen sind vor allem praktisch.

Gerade Kinder und Senioren profitieren von kleinen abgepackten Mengen. Doppelt gut sind die für Kinder geeigneten Flaschen in 330 Milliliterformat der britischen Firma 'One’, denn mit den erzielten Erlösen werden gemeinnützige Umweltprojekte unterstützt. © The One Brand.

Aktuelle Analysen des europäischen Verbands ‚Flexible Packaging Europe’ und der Schweizer Unternehmensberatung ‚Quantis Canada’ kommen zu einem identischen Resultat: Gegenüber Kaffee aus Großpackungen weisen Einzelportionstüten mit Instantkaffeepulver und Kapselsysteme nach Betrachtung des gesamten Lebenszyklus eine verbesserte Umweltverträglichkeit auf. Ausschlaggebende Argumente: der Aufwand für die Kaffeemaschinenproduktion und den gemahlenen Kaffee, der minimale Materialeinsatz sowie der Aspekt der Lebensmittelverschwendung.
Bereits 2012 forderte CSU-Politikerin Ilse Aigner die Verpackungshersteller auf, stärker auf die Bedürfnisse der Verbraucher einzugehen und kleinere Portionen anzubieten.

Bereits 2012 forderte CSU-Politikerin Ilse Aigner die Verpackungshersteller auf, stärker auf die Bedürfnisse der Verbraucher einzugehen und kleinere Portionen anzubieten. XXL-Packungen passten nicht mehr in die Zeit der vermehrten Singlehaushalte. @ 2015 Mondelez Schweiz GmbH

Auch die Bundesverband-Verbraucherzentrale befürwortet die Produktion von Singleeinheiten bei Lebensmitteln. Erschiene auch die XXL-Version auf Anhieb günstiger, würden sie sich am Ende nicht rechnen: Oftmals wird nicht der gesamte Inhalt konsumiert, sondern teils im Mülleimer entsorgt – ebenso wie die größeren Packungen.
TIGHTLY PACKED

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