'Bobst digital printing press -Beta Installation Model Weinfelden' © Model AG

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Flexibel – Individuell - On Demand

Flexible Handhabung bei kleinen und mittleren Verpackungsauflagen

Flexibel, individuell, on demand: Neue Druckmaschinen mit speziellen Personalisierungsfunktionen ermöglichen zukunftsorientiertes Marketing in der Verpackungsbranche. Kundendaten können jederzeit gespeichert und abgerufen und aufgrund der kontaktlosen Druckform so gut wie jede Oberflächenstruktur verarbeitet werden. Kleinauflagen in exakter Stückzahl erlauben es, kurzfristig auf Nachfragen zu reagieren. Damit wird nicht nur unnötiger Abfall vermieden, sondern auch Lagerhaltungs- sowie Lieferkosten reduziert. Unternehmen können flexibler handeln und Verpackungsideen ohne kostspieligen Mehraufwand an Personal, Zeit oder Material testen.

Inline-Spektralfotometer der HP Indigo WS6800 macht die manuelle Farbkalibrierung überflüssig.
Digitaldruck bei Verpackungsfolien und –beuteln. © Wipf AG

Schnell und effizient

Mit der Schmalbahndruckmaschine ‚HP Indigo WS6800 Digital Press’ setzt die badische ‚Kalfany Süße Werbung GmbH & Co. KG’ auf digitale Datenverarbeitung bei der Individualisierung einzelner Produkte innerhalb einer Auflage. In der unternehmenseigenen Druckerei werden damit zielgruppenspezifische Lebensmittelverpackungen günstig und zeitnah produziert. Mit Geschwindigkeiten von bis zu 60 Metern pro Minute können Folien, Kunststoffe, Aluminium und weitere Materialien in bis zu sieben Farben bedruckt werden. Die Herstellung der diversen Werbeartikel wie Portionsbeutel für Zucker mit Firmenlogo oder personalisierte Haftetiketten, Tubenlaminat, Faltschachteln und mehr erfolgt ausschließlich nach Bedarf.

Auch das Unternehmen ‚Folienprint’ der ‚Rako-Gruppe’ nutzt verstärkt Digitaldruck für Verpackungsveredelung. 100 Tonnen schwer und 56 Meter lang ist die Druckmaschine ‚HP Indigo 20000’, die jederzeit zwischen unabhängigen Kleinaufträgen wechseln kann, ohne den jeweils anderen Druckprozess anhalten zu müssen. Mit einem einzigen Doppelklick wird die Produktion gestartet; eine Maschinengeschwindigkeit von bis zu 200 Metern pro Minute garantiert schnellstmögliche Bearbeitung.

Aus der Schweiz stammt eine weiterer Digidruckriese: die digitale BOBST Bogendruckmaschine der ‚Schweizer Model AG’ verspricht dank der Kodak-Stream-Inkjet-Technologie intensive, lebensmittelkonforme Farbwiedergaben mit Auflösungen von 600 mal 900 dpi. Die Verpackungslösungen für Voll- und Wellkarton werden zu 100 Prozent nach Kundenwunsch gefertigt; durch die bogengenaue Produktion einem Überschuss vorgebeugt.

2013 startete Coca-Cola in Deutschland die Kampagne „Eine Coke auf die Freundschaft“ mit personalisierten Etiketten. © obs/Coca-Cola Deutschland GmbH

Einzigartige Kampagne

Im Jahr 2013 startete Coca-Cola mit der Herstellung personalisierter Etiketten im Digitaldruck. Für die Kampagne „Eine Coke auf die Freundschaft“ benötigte der Getränkegigant innerhalb von vier Monaten rund 800 Millionen personalisierte Etiketten. Für diese logistische Herausforderung wurden insgesamt 17 Druckereien in Europa akquiriert. Das Grundetikett der Flasche wurde wie gehabt konventionell hergestellt, die Personalisierung der verschiedenen Namen wurde dann im Digitaldruck ergänzt.

© canonieri / fotolia.com

Zukunftsaussichten

Fachkräfte der US-amerikanischen Technologiefirma ‚Hewlett-Packard’ gehen in aktuellen Prognosen davon aus, dass sich bis ins Jahr 2018 der Absatz digitaler Druckmaschinen in der Verpackungsindustrie gemessen an 2013 verdoppelt haben wird. In Europa sind trotz vermehrten Interesses entsprechende Maschinen derzeit nur vereinzelt auf dem Markt vorzufinden.
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