11/03/2014

HASTAMAT Verpackungstechnik GmbH

Europe Snacks

Europe Snacks setzt mit der effizienten Produktion von Stapelchips Maßstäbe


Mit innovativen Produkten und modernen Produktionsanlagen schreibt der französische Hersteller von Handelsmarken, Europe Snacks, in einem hart umkämpften Markt Erfolgsgeschichte. In Frankreich ist das Unternehmen aus Saint-Denis-La-Chevasse mit seinen Stapelchips unangefochtener Marktführer. Die frittierten Snacks schmecken den Konsumenten und sind in recyclebare Dosen verpackt. Gut für die Verbraucher, gut für die Umwelt und gut für den Handel.


Im Westen Frankreichs in den Pays de La Loire liegt das Département Vendée mit der Stadt Saint-Denis-La-Chevasse. Der Atlantik ist nah, die Wolken ziehen tief und in dem flachen, grünen Land leben Menschen, die zupacken und gestalten. Hier hat das Unternehmen Europe Snacks seinen Sitz. „Wir stellen verschiedene Sorten Back-Snacks und frittierte Snacks her. Unsere besondere Stärke sind in Dosen verpackte Stapelchips, die sich in Frankreich und in anderen Ländern zunehmender Beliebtheit erfreuen“, erklärt Jean-Louis Roger, Industrial Director Europe Snacks, der für die vier Produktionsstätten des Unternehmens verantwortlich ist. Gegründet wurde Europe Snacks im Jahr 1990 und produzierte anfänglich frittierte Snacks, dann in einem zweiten Werk auch Backwaren. Schon im Jahr 1999 kam eine zweite Produktionsstätte für frittierte Snacks dazu und im Jahr 2002 errichteten die rührigen Unternehmer ein weiteres Werk zur Produktion von in Dosen verpackten Stapelchips. Den Grund dafür nennt uns Jean-Louis Roger bei einem Rundgang durch die Produktion: „In Frankreich war am Markt ausschließlich die internationale Marke Pringles präsent. Es gab schlicht keinen Hersteller von qualitativ hochwertigen Handelsmarken.“ Diesen Markt besetzte Europe Snacks mit Standardprodukten und mit der Entwicklung von neuen, innovativen Produkten im Bereich Stapelchips. Im Herstellungsprozess wird aus Kartoffelflocken ein Teig angerührt und in breite Bahnen millimetergenau ausgewalzt. Aus diesen Teigbahnen werden die Stapelchips ausgestochen und auf Förderbändern in die Fritteuse befördert. Nach dem Frittieren werden die Chips gewürzt und gewendet. Dann gelangen die Stapelchips auf die Zuführbänder der Verpackungsanlage. Auf denen kühlen sie aus, werden danach gewogen und in Dosen verpackt.


„Give-Away“ von 10 bis 15 Prozent pro Dose


Der Erfolg von Europe Snacks mit Stapelchips war so groß, dass das Unternehmen schon im Jahr 2006 eine zweite Produktionslinie für die Herstellung von Stapelchips in Dosen in Betrieb nahm. „Damals haben wir die Stapelchips zuerst in Schlauchbeutel verpackt und dann in die Dosen eingeschoben“, so Jean-Louis Roger, der beim Gang durch die Produktion jeden Mitarbeiter grüßt und einige persönliche Worte wechselt. Um den Verpackungsaufwand zu optimieren, suchte Europe Snacks einen Lieferanten von Dosen, die ohne Vorverpackung mit Stapelchips befüllt werden konnten. Den konnte das Management finden und die Produktion auf die Befüllung der neuen Dosen mit Metallboden und Plastikdeckel umrüsten. „Allerdings hatte die Verpackungsanlage, die wir ab 2008 im Einsatz hatten, eine wesentliche Schwäche“, konstatiert Roger. Verpackt wurde nach Volumen und nicht nach exaktem Gewicht. „Das hatte die Konsequenz, dass wir in der Produktion durch die großzügige Verpackung nach Volumen starke Überfüllung hatten und damit viel Produkt verschenkten“, weiß Jean-Louis Roger. Konkret: In Dosen, gleich welcher Größe, war immer wesentlich mehr Produkt enthalten, als auf dem Etikett angegeben. Roger: „Nur um eine Vorstellung zu geben: Ich spreche hier von einer durchschnittlichen Überfüllung von 10 bis 15 Prozent pro Dose.“ Das Management von Europe Snacks sah sich in der Produktion mit einer weiteren Herausforderung konfrontiert: dem Bruch. „Gesehen auf die Produktmenge hatten wir in der Verpackung einfach zu viel Bruch und damit Produktverlust. Das war so nicht akzeptabel“, unterstreicht Jean-Louis Roger. Der Industrial Director erinnert daran, dass in der Lebensmittelindustrie – besonders bei Handelsmarken – mit spitzem Stift kalkuliert werde.


Verpackung nach Gewicht minimiert Produktverlust


Gebraucht wurde also eine technische Lösung, die eine geringe Überfüllung und einen schonenden Umgang mit dem Produkt gewährleistet. „Im Jahr 2009 kamen wir mit Philippe Mavic, Commercial Manager Frankreich von Hastamat ins Gespräch. Der stellte uns die innovative Verpackungslösung für Stapelchips von Hastamat vor“, erinnert sich Jean-Louis Roger. Das Unternehmen aus Lahnau in Deutschland ist ein Tochterunternehmen der Piepenbrock Unternehmensgruppe, einem inhabergeführten Familienunternehmen mit über 100-jähriger Tradition. Hastamat entwickelt und fertigt qualitativ hochwertige Verpackungsmaschinen und –anlagen nach individuellen Kundenwünschen. Der Sondermaschinenbauer steht für innovative, flexible, wirtschaftliche und nachhaltige Anlagenkonzepte. Und für einen weltweit verfügbaren Service. Hastamat bietet umfassende Lösungen über den gesamten Lebenszyklus der Anlage – von der Idee über Engineering, Bau und Inbetriebnahme bis hin zur Schulung und Ersatzteilversorgung.


Modularer Aufbau der Verpackungsanlage


„Technisch haben mich schon bei der ersten Präsentation die klare Struktur der Verpackungsanlage von Hastamat, der modulare Aufbau, die Bedienfreundlichkeit sowie der ausgesprochen schonende Umgang mit dem Produkt fasziniert“, so Jean-Louis Roger. Auch der geringe Personalaufwand bei der Bedienung der Anlage und die niedrigen Wartungskosten versprachen weniger Produktionskosten pro Kilo verpackter Ware. Für die Kaufentscheidung ausschlaggebend war für Europe Snacks aber, dass die Verpackungsanlage von Hastamat nicht nach Volumen, sondern nach Gewicht verpackt.


Kartoffelchips sind ein lebendiges Produkt, das in einem gewissen Toleranzbereich von der sich ändernden Beschaffenheit der Naturprodukte abhängig ist. In der Erntesaison gibt es von den Frühkartoffeln bis zu den Spätkartoffeln unterschiedliche Produktqualitäten. Sie haben Einfluss auf das Volumen und das Gewicht der Stapelchips. Mit diesen natürlichen Schwankungen muss die Bedienmannschaft rechnen und die Produktionslinien müssen auf die flexible Verarbeitung natürlicher Rohstoffe ausgelegt sein. Exaktes Wiegen mit der Verpackungsanlage von Hastamat auf 1,5 bis 2 Gramm Genauigkeit ermöglicht es, die Dosen unterschiedlicher Größe mit plus, minus einem Kartoffelchip – maximal zwei Kartoffelchips – genau zu befüllen. „Durch die Verpackung nach Gewicht lässt sich der Produktverlust stark reduzieren“, bringt es Jean-Louis Roger auf den Punkt. Betriebswirtschaftlich war schnell kalkuliert, in welchem Zeitraum sich die Anschaffung der Verpackungsanlage von Hastamat amortisieren würde.


Höchst effizienter Personaleinsatz


So orderte Europe Snacks bei Hastamat im Jahr 2010 die erste Produktionslinie mit 16 Bahnen. Sie war für die Verpackung von 500 Kilogramm pro Stunde konzipiert und verarbeitet heute 600 Kilogramm pro Stunde. „Damit haben wir unsere eigenen Erwartungen übertroffen und der Kunde ist mit der hohen Zuverlässigkeit der gesamten Anlage mehr als zufrieden“, sagt Philippe Mavic. Schon sechs Monate später bestellte Europe Snacks bei Hastamat die zweite Produktionslinie mit 18 Bahnen und nur ein Jahr darauf die dritte Produktionslinie mit 24 Bahnen. Sie verarbeitet bis zu eine Tonne Stapelchips pro Stunde. In der größten Produktionslinie mit 24 Bahnen arbeiten im Regelbetrieb nur drei Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Jean-Louis Roger: „So produzieren wir bei maximaler Kapazität mit höchst effizientem Personaleinsatz.“ Auch die vierte Produktionslinie mit 24 Bahnen wurde nach den positiven Erfahrungen bei Hastamat geordert und nahm im April 2014 die Produktion auf.


Recyclebare Verpackung und innovative Produkte


Europe Snacks ist nicht nur in der Produktion, sondern auch bei der Produktentwicklung überaus innovativ. Konsumentenpanels in Frankreich zeigen, dass die Mehrheit der Verbraucher die Stapelchips von Europe Snacks im Geschmack und in der Konsistenz der Markenware vorzieht. Seit 2010 verpackt das Unternehmen seine Stapelchips in verschiedenen Geschmacksrichtungen in zu 98 Prozent recyclebare Verpackung. Das ist insofern erwähnenswert, weil der führende Markenhersteller bis heute wenig ökologische Verpackung in den Markt bringt. „Wir wollten unser Produkt auf unsere Initiative umweltfreundlicher und nachhaltiger machen, um für unsere Partner im Handel sowie für die Verbraucher noch attraktiver zu sein. Deshalb haben wir einen Hersteller gesucht, der nach unseren Vorstellungen recyclebare Dosen aus Karton liefern kann“, erzählt Jean-Louis Roger, von dem die Souveränität des Managers ausgeht, der genau weiß was er will. Mit Erfolg. Heute sind Stapelchips in der von Europe Snacks patentierten, recyclebaren Dose aus Karton ein echter Renner auf dem französischen Markt. Jean-Louis Roger: „Als wir unseren Handelspartnern die innovative Verpackung präsentierten, war die Resonanz hervorragend.“ Die Dosen entsprechen in Aussehen und Größe dem, was die Kunden seit Jahren gewohnt sind und sind ökologisch wesentlich umweltverträglicher. Durch die Gewichtseinsparung in den Dosen konnte in diese neue umweltfreundliche Dose investiert werden.


Integration der Verpackungsanlage in die Produktionslinien


Die Anpassung der Verpackungsanlage von Hastamat auf den neuen, umweltfreundlichen Dosentyp war kein Problem. „Generell lassen sich die Verpackungsmaschinen von Hastamat sehr gut in unsere Produktionslinien integrieren“, kommt Jean-Louis Roger erneut auf das technische Know-how von Hastamat zu sprechen: „Wir haben ein eigenes Tochterunternehmen, das kontinuierlich technische Innovationen für unsere Produktionsprozesse entwickelt und Maschinen konzipiert. So haben wir für technische Fragen durchaus Sensibilität.“ In den Jahren der Zusammenarbeit habe sich gezeigt, dass Hastamat mit Europe Snacks partnerschaftlich zusammenarbeite und die Verpackungsanlagen nach den Vorstellungen des Kunden kontinuierlich weiterentwickle. „Wenn ich heute die erste Maschine mit der vierten vergleiche, sehe ich signifikante Verbesserungen, die direkten Einfluss auf unseren Produktionsprozess haben“, präzisiert Jean-Louis Roger: „Die Mitarbeiter von Hastamat haben Verständnis für unsere Anliegen, hören uns zu und entwickeln mit unseren Technikern gemeinsam die Lösungen, die wir wirklich brauchen. Das ist großartig.“


Hastamat lebt den Servicegedanken im Produktionsalltag


In der täglichen Zusammenarbeit zeigt sich, dass Hastamat eine Tochter der Piepenbrock Unternehmensgruppe aus Osnabrück ist und großen Wert auf Service legt. „Unser technischer Ansprechpartner Michael Meisel ist da ein sehr gutes Beispiel. Er denkt sich in die Probleme der Kunden hinein und lebt den Servicegedanken. Das ist in der Entwicklung wie im Support sehr wichtig“, zeigt sich Jean-Louis Roger zufrieden. Bei Europe Snacks ist die hausinterne Instandhaltung gut geschult und übernimmt alle Routinearbeiten. Kommt es zu schwerwiegenderen Störungen, können sich die Techniker von Europe Snacks jederzeit an die Ansprechpartner bei Hastamat wenden. Sie schaffen via Internet und über das Service-Telefon innerhalb kürzester Zeit Abhilfe. „Kommt es zu mechanischen Störungen, profitieren wir von dem modularen Aufbau der Verpackungsanlagen“, so die Erfahrung von Jean-Louis Roger. Fällt ein Modul aus, produziert die Anlage mit den verbleibenden Modulen und Produktionsbahnen weiter und die Produktionslinie als solche läuft. Teile, die einem gewissen Verschleiß unterliegen, hält Europe Snacks als Ersatzteile vor.


Gute Perspektiven in Frankreich und auf neuen Märkten


Neben den Anlagen zur Verpackung von Stapelchips hat Europe Snacks fünf Verpackungslinien bestehend aus Mehrkopfwaagen und vertikalen Schlauchbeutelmaschinen für Cracker und Snacks von Hastamat im Einsatz. Auf dem französischen Markt hat sich Europe Snacks durch seine moderne Produktion und seine innovativen Produkte eine sehr gute Position geschaffen. Mit 5000 Tonnen Stapelchips setzt das Unternehmen mehr Volumen ab, als der Markenhersteller Pringles mit 4500 Tonnen. „Wir sind stolz auf unsere starke Mannschaft, unsere guten Produkte und unsere treuen Kunden“, resümiert Jean-Louis Roger, der auf Aus- und Weiterbildung des Personals im eigenen Haus setzt und auch Quereinsteigern gerne eine Chance gibt. Apropos Chance: Natürlich interessieren sich Jean-Louis Roger und das Entwicklungsteam von Europe Snacks auch für neue Märkte wie beispielsweise England, die Beneluxstaaten, Spanien, Italien und Polen: „Sie dürfen gespannt sein. Wir haben noch eine Menge vor.“


 


Über Hastamat


Die in 1953 gegründete Hastamat Verpackungstechnik GmbH aus Lahnau ist ein Teil der Piepenbrock-Unternehmensgruppe. Neben Hastamat gehören noch LoeschPack und die Piepenbrock Packaging Technologies in den USA und Thailand. Hastamat baut mit 130 Mitarbeitern Maschinen zum Wiegen und Dosieren sowie Füllen und Verschließen. Spezialisiert hat sich das Unternehmen auf bruchempfindliche Güter, beispielsweise den Bereich der Chips und Sticksprodukte. Weitere Bereiche sind Nahrung- und Genussmittel, Tiefkühlkost, Chemie, Pulverprodukte, technische Artikel und Tierfutter. Verpackt wird in Beutel, Schachtel, Dose, Blister und Tray.


Hastamat übernimmt Verantwortung – auch für die Umwelt. Unter dem Siegel „carbon neutral packaging“ bietet Hastamat seinen Kunden die CO2-neutrale Maschine an. Über Klimaschutzprojekte werden Emissionen ausgeglichen, die während des Wertschöpfungsprozesses freigesetzt werden – das bestätigt ein von neutraler Stelle ausgefertigtes Zertifikat. Zusätzlich pflanzt das Unternehmen Bäume im Piepenbrock Forst Rheinshagen und sorgt so für den CO2-neutralen Betrieb der Maschinen beim Kunden.


Produktprogramm:


˃ Komplette Verpackungslinien


˃ Stapelchipsverpackungsanlagen


˃ Sortier- und Verpackungsanlagen für Stangenprodukte


˃ Kombinationswaagen


˃ Schlauchbeutelmaschinen


˃ Zählanlagen


 


Mehr über Hastamat erfahren Sie unter:


http://www.hastamat.com/


Informationen über unsere Schwesterfirma LoeschPack finden Sie unter:


http://www.loeschpack.com/


Informationen über die Piepenbrock Unternehmensgruppe finden Sie unter:


http://www.piepenbrock.de


Ausstellerdatenblatt