Bunte Becher zum mitessen. © LOLIWARE

Ene-mene-meck... und die Verpackung ist weg

Packaging zum Mitessen

Entwickler und Designer rund um den Globus drängen mit besonders kundenorientierten und umweltfreundlichen Lösungsvorschlägen auf den Markt für essbare Lebensmittelverpackungen. Diese werden entweder mit der Mahlzeit konsumiert oder lösen sich beim Herstellungsprozess rückstandslos auf.

100% biodegr(edible)
Aus der Liebe zu Götterspeise ist die Idee zu den essbaren Bechern der Marke ‚LOLIWARE’ entstanden. Basis der Verpackungsneuheit ist das in Asien bekannte pflanzliche Geliermittel Agrar. Dank der Geschmacks- und Geruchsneutralität kommen hinzugefügte natürliche Aromen besonders gut zur Geltung, die quietschbunten Farben erhalten die Becher durch Obst-und Gemüsesäfte. Wer nach dem Drink, das Gefäß nicht verspeisen möchte, kann den glutenfreien und veganen Becher auch kompostieren. Die New Yorker Entwicklerinnen Chelsea Briganti und Leigh Ann Tucker versprechen die vollständige Zersetzung des Materials im Heimkompost innerhalb von 60 Tagen; im Wasser löst sich das Polysaccharid umgehend vollständig auf.
Essbarer Kaffeebecher © KFC

© KFC

Lavazza ‚Cookie Cup’ Espressotasse aus Biskuit zum anschließenden Verzehr. © Lavazza

Lavazza ‚Cookie Cup’ Espressotasse aus Biskuit zum anschließenden Verzehr. © Lavazza

Coffee ‚To-Go’ and ‚To Eat’
Was für kalte Getränke gilt, lässt sich auch bei warmen Inhalten umsetzen. Zwei Beispiele zeigen, wie innovative Materialkombinationen, Kaffeebecher essbar machen. KFC UK hat sich zum Ziel gesetzt, ausschließlich Verpackungsmaterialien aus recyclingfähigen oder nachhaltigen Ressourcen für seine Produkte zu verwenden und bietet seit Beginn des Jahres in seinen Restaurants 'Seattle’s Best Coffee' aus zuckersüßen Coffee-Cups zum Aufessen an.  Die Waffelcups sind mit Zuckerpapier überzogenen und von hitzebeständiger weißer Schokolade umhüllt. Als Geschmacksrichtungen bietet das Unternehmen unter anderem Kokos, frisch geschnittenes Gras und Wildblumen für die Becher an.
WikiPearl™ umschließt Eis, Joghurt, Käse, Obst oder Gemüse mit einer natürlichen essbaren Membran. © WikiPearl™

WikiPearl™ umschließt Eis, Joghurt, Käse, Obst oder Gemüse mit einer natürlichen essbaren Membran. © WikiPearl™

Bereits im Jahr 2003 entwickelte das italienischen Kaffeeunternehmen ‚Lavazza’ zusammen mit dem Designer Enrique Sardi und Konditor Lello Parisi den ‚Cookie Cup’ für seinen Espresso. Der besonders dicke Teig wird modelliert und in einer speziellen Form gebacken, die der Lavazza Segno Espressotasse entspricht. Damit das Gebäck den hohen Temperaturen des Kaffees standhält, ist die Innenseite mit einer besonderen Zuckerglasur überzogen.
Auf wasserlösliche Materialien bei Lebensmittelverpackungen hat sich das US-Unternehmen ‚MonoSol’ spezialisiert. ‚Vivos® Films’ Produkte sind transparent, geruchs- und geschmacksneutral und lösen sich in kalten und warmen Flüssigkeiten vollständig auf. Einsatzmöglichkeiten für die Folien bieten unter anderem Frucht- und Sportgetränke, Instanttees, -kaffees, Schokoladengetränke, Bratensoßen oder Pasta.

An moderne Kreationen der Molekularküche erinnert die Entwicklung ‚WikiPearl™’ von Harvard Professor David Edwards. Inspiriert aus der Natur können Eis, Joghurt, Käse, Obst, Gemüse, Wasser, Cocktails und Suppen natürlich umhüllt werden. Dank Elektrostatik erhält die Membran Festigkeit und kann sowohl feste Lebensmittel als auch Emulsionen, Schaum oder Flüssigkeiten schützen.

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TIGHTLY PACKED

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