Einheitliche Kennzeichnung auf Kosmetikverpackungen

Womit pflege ich meine Haut?

Eine exakte Angabe produktrelevanter Details erweist sich auch im Kosmetikbereich als relevant für die Kundschaft. Allergieauslösende Inhaltsstoffe können schnell erkannt, Preise und Mengenangaben verglichen werden. Bei Platzmangel reicht die Abbildung eines Buchsymbols, das auf einen anderweitigen Abdruck aller relevanten Details verweist.
Um Allergikern die Möglichkeit zu geben, Kosmetika vor dem Kauf auf bedenkliche Inhaltsstoffe zu prüfen, müssen Kosmetika gekennzeichnet werden. © Robert Kneschke / fotolia.com

Um Allergikern die Möglichkeit zu geben, Kosmetika vor dem Kauf auf bedenkliche Inhaltsstoffe zu prüfen, müssen Kosmetika gekennzeichnet werden. © Robert Kneschke / fotolia.com

Tendenz zu US-Europäischer Einheit

Die Deklaration richtet sich hierzulande nach dem europäischen Kosmetikrecht. Danach sind unter anderem

  • Hauptinhalts- und Zusatzstoffe
  • Allergen-Kennzeichnungen sowie
  • weitere produktspezifische Angaben, aber auch
  • Haltbarkeit
  • Füllmenge und Grundpreis
  • Herstellerangabe
  • Identifikationsnummer und Warnhinweise

zum Schutz der Anwender deutlich hervorzuheben.

In der Europäischen Union werden seit 1997 kosmetische Inhaltsstoffe in dem INCI System (Internationale Nomenklatur für kosmetische Inhaltsstoffe) gelistet. © Beiersdorf

In der Europäischen Union werden seit 1997 kosmetische Inhaltsstoffe in dem INCI System (Internationale Nomenklatur für kosmetische Inhaltsstoffe) gelistet. © Beiersdorf

In den USA schreiben die Food, Drug, and Cosmetic sowie Fair Packaging and Labeling Acts entsprechende Angaben auf Boxen, Kartons und Containern vor. Dennoch wird gerade in Hinblick auf das Freihandelsabkommen TIPP eine weitere Harmonisierung mit dem europäischen INCI-System (Internationale Nomenklatur für kosmetische Inhaltsstoffe) angestrebt. Denn die gesetzlichen Rahmenbedingungen sind nicht in jedem Detail einheitlich: Kosmetische Mittel werden rechtlich anders definiert, der Sicherheitsstandard ist in der EU besonders hoch - und noch immer existieren unterschiedliche Nomenklaturen; Beispiel: Water / Aqua.
Laut der Internationale Nomenklatur für kosmetische Inhaltsstoffe in der EU sind für Parfums 26 potentiell allergene Riechstoffe gelistet. © Messe Düsseldorf

Laut der Internationale Nomenklatur für kosmetische Inhaltsstoffe in der EU sind für Parfums 26 potentiell allergene Riechstoffe gelistet. © Messe Düsseldorf

 © Beiersdorf

In den USA werden Kosmetikprodukte derzeit nach den Vorgaben der CFTA (Chemistry, Toiletry ans Fragrance Association, jetzt ‚Personal Care Products Council’ in einer Nomenklatur aufgeführt. Die Tendenz geht jedoch in Richtung von weltweit einheitlichen INCI-Bezeichnungen. © Beiersdorf

Anhänger und Beipackzettel

Gleichermaßen hingegen dürfen die vorgeschriebenen Informationen gemäß der Internationalen Nomenklatur für kosmetische Inhaltsstoffe bei Platzmangel auf Tags, Etiketten, Anhängern oder Beipackzetteln abgedruckt werden. Doch ob Körperlotion, Kajalstift oder Haarfärbemittel: Hautpflegeprodukte sind in der Regel aus zahlreichen Stoffen zusammengesetzt, darüber hinaus sind weitere Angaben verpflichtend anzugeben – sogar bei kleinster Schriftgröße nicht immer zu bewerkstelligen. In diesen Fällen darf auf der Verpackung ein Buchsymbol abgedruckt werden: So erkennen Verbraucher, dass sie die Informationen zur Ware nicht auf, in oder an der Verpackung finden.
 © Messe Düsseldorf

Reicht der Platz für alle notwendigen Angaben auf dem Kosmetikprodukt nicht aus, kann mit der Abbildung eines Buchsymbols auf einen anderweitigen Abdruck aller relevanten Details verwiesen werden. Für Verpackungen unter fünf Gramm oder fünf Milliliter Inhalt wie auch bei Gratisproben gilt die Kennzeichnungspflicht nicht. © Messe Düsseldorf

Buchsymbol für Miniverpackungen

Wie und wo genau die Produktdetails deklariert werden, bleibt dem Hersteller überlassen. Wichtig ist einzig, dass sie direkt am Produkt zu finden sind. Neben der Hand im offenen Buch gibt es weitere Symbole zur Kennzeichnung der Kosmetika. Eine offene Cremedose mit Zahl gibt die empfohlene Verwendungsdauer bei langjährig haltbaren Inhalten an, eine Sanduhr mit Datum das Mindesthaltbarkeitsdatum. Ein „e“ steht für die garantierte Inhaltsmenge. Keine Regel ohne Ausnahme: Für Verpackungen unter fünf Gramm oder fünf Milliliter Inhalt wie auch bei Gratisproben gilt die Kennzeichnungspflicht nicht.
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