30.01.2014

ACTEGA DS GmbH

Dichtungswerkstoffe im Lebensmittelkontakt

Zu dem wohl umfassendsten Regelwerk für Verpackungen im Lebensmittelkontakt hat sich im Verlaufe der Jahre die EG-Kunststoffrichtlinie entwickelt. In zahlreichen Änderungsrichtlinien, Positivlisten für Additive und Monomere, festgeschriebenen Grenzwerten für einzelne Substanzen und Angaben zum Umfang der Konformitätserklärungen bis schließlich zur sogenannten Super-Verordnung und der Plastics Implementation Measure – kurz PIM – wurde umfangreich dokumentiert, welche Anforderungen zu erfüllen sind. Für Dichtungswerkstoffe sind dies u.a., dass unter normalen, vorhersehbaren Verwendungsbedingungen keine Bestandteile aus dem Dichtungswerkstoff an das Lebensmittel in Mengen abgegeben werden, die geeignet sind, die menschliche Gesundheit zu gefährden. Es darf darüber hinaus nicht dazu kommen, dass eine unvertretbare Veränderung der Zusammensetzung der Lebensmittel herbeigeführt wird und auch die organoleptischen Eigenschaften – Geruch, Geschmack, Aussehen – der Lebensmittel dürfen nicht beeinträchtigt werden.


Daraus ergibt sich für Dichtungswerkstoffe, dass einerseits alle einzelnen Rezepturbestandteile des Dichtungsmaterials kritisch bzgl. eines möglichen Gefährdungspotentials untersucht werden müssen. Diese Rohstoffe sind fest in die Dichtungsmatrix einzubinden, dass sie nicht ausgespült werden können. Auch dürfen von Hilfsmitteln aus dem Verarbeitungsprozess (z.B. organische Lösungsmittel, Vernetzungschemikalien) keine Rückstände im Dichtungswerkstoff verbleiben.


Diese Anforderungen sprechen für TPE, die in Granulatform vorliegen und durch thermische Umformprozesse in die gewünschte Form gebracht werden. Vernetzer oder andere reaktive Zusatzstoffe sind nicht notwendig und wo nichts ist, kann auch nichts migrieren.


Mit ein Grund für die Entwicklung von PROVALIN®, der ersten und weltweit bisher einzigen PVC freien Dichtungsmasse für Metall-Vakuumverschlüsse. „Auf dem Entwicklungsweg hin zu PROVALIN® haben wir alle Möglichkeiten unter allen denkbaren Aspekten geprüft. Von flüssigen Lösungen über PU bis zu wasserbasierten Formulierungen. Mit der Zielvorgabe, alle gesetzgeberischen Erfordernisse, die seit der Verordnung(EU) 10/2011 noch sehr viel schärfer geworden sind, einhalten oder sogar unterbieten zu wollen, ist PROVALIN® nach heutigem Stand nicht nur die beste, sondern die einzige Lösung“, so Wilfried Lassek, Geschäftsführer von Actega DS, dem Unternehmen, das diesen Compound entwickelt hat. „Insbesondere auch unter dem Gesichtpunkt der großen Bandbreite der Einsatzfähigkeit unserer Compound-Rezepturen, der Produktionseffizienz und schließlich auch der Kostenstrukturen ist diese Dichtungsmasse die geeignete PVC-freie Alternative“ betont das Unternehmen.


Heute gibt es ein breites Anwendungsspektrum. So können nahezu alle Anforderungen bzgl. Füllgut, Verschließprozessen, Lagerung sowie Verschlussgrößen erfüllt werden. Es können alle Arten von Füllgütern sicher über das gesamte MHD verpackt werden. Es gibt keinerlei Einschränkungen beim Abfüll- und Verschließprozess, Heiß- wie Kaltabfüllung sowie Wärmenachbehandlung wie Pasteurisation und Sterilisation eingeschlossen. Nach langer und aufwändiger Entwicklungsarbeit und der zunächst schrittweisen Einführung hat sich dieser PVC-freie Verschluss inzwischen zur Erfolgsgeschichte gemausert.


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