Glasflasche ade! © Tim Reckmann / pixelio.de

Glasflasche ade! © Tim Reckmann / pixelio.de

Bier aus Holz & Pappe

Juni 2015 – Im Gegensatz zu immer mehr Weinsorten wird bisher noch kein Bier in Boxen aus Pappe abgefüllt. Dies könnte sich bald ändern: Vor allem aufgrund zunehmender Internetbestellungen des populären Hefegetränks wird daran gearbeitet, das schwere Gewicht der benötigten Verpackungen möglichst effizient zu reduzieren. Eine faltbare Box aus recycelter Wellpappe soll den Bierkästen aus Plastik schon bald den Kampf ansagen. Es wäre nicht das erste Mal, dass deren Material verändert würde - auf Metall folgte Holz, schließlich Kunststoff. Das Besondere an der 'bierboxx' ist ihre Falttechnik. So kann die Größe der Kartonage stets bedarfsgerecht angepasst, und damit Brauereien und Getränkehändler der Versand vereinfacht werden. Das Design der innovativen Box ist eintönig schlicht gehalten, um durch intensive Farbaufdrucke nicht unnötig die Umwelt zu belasten.

Beutel versus Flasche: pro und contra

Auch wenn Liebhaber von Naturkorken es nicht wahrhaben wollen: Die Bag-in-Box findet immer mehr Zuspruch, inzwischen sogar von Qualitätswinzern. Die Wein-Box ist mit Folien beschichteten Kunststoffbeuteln sowie einem Plastik-Zapfhahn ausgestattet. Die Vorteile der Verpackungsart: weniger Kohlendioxidausstoß während des Herstellungsprozesses gegenüber energieintensivem Glas, gewichtsbedingte Kosteneinsparungen bei Transport und am Zoll. Strittig sind die Punkte Haltbarkeit und Geschmack. Während einige Experten Wellpappenboxen durch den beinahe hermetisch wiederverschließbaren Hahn besonders lange Haltbarkeit bescheinigen, sehen andere gerade hier eine verkürzte Lebensdauer des Getränkes. Ungewollte Veränderungen der Fermentierung können Geschmacksveränderungen verursachen und den Alkohol schneller ungenießbar werden lassen.

© Carlsberg

Carlsberg mit neuer Verpackungsidee

Die international bekannte Biermarke Carlsberg hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2018 Bierflaschen und Container aus Holzfaser in den Markt zu einzuführen. Undurchsichtig, unzerbrechlich, mit einer deutlich erkennbaren Faserstruktur sollen die neuen "Green Fiber Bottles" vom Flaschenboden bis hin zum Deckel zu biologisch abbaubar sein. Als Beschichtung will das Brauereiunternehmen aus Dänemark eine neuartige flüssigkeitsundurchlässige Schicht verwenden, anstatt einer Plastikversiegelung. Die benötigten Holzfasern für die Flasche sollen aus nachhaltig bewirtschafteten Quellen stammen.

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