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Anstatt kleiner Geschenke in Kalendern zelebrierte man im 19. Jahrhundert die Vorfreude auf Weihnachten, indem 24 Kreidestriche nach und nach bis zum Weihnachtsfest abgewischt wurden. © Jürgen Fälchle / fotolia.com

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Der erste Geschenkkalender, der rückwärts zählt.

Wer glaubt, dass Adventskalender immer 24 Türchen haben müssen, der irrt. Auf eine ausgeklügelte Idee kam der Hamburger Produktentwickler für Verpackungslösungen ‚pacproject’ und entwarf den ersten Countdown-Kalender, der nicht mehr vorwärts, sondern rückwärts zählt. „Auf die Idee kamen wir, als uns Kunden baten, den klassischen Adventskalender einmal komplett neu zu überarbeiten. Da war klar: Wir müssen von den klassischen Türchen weg“, erklärt Jörg Kuhlmann, Consulting Director bei ‚pacproject’. Ein Partner für die Umsetzung war schnell gefunden. Gemeinsam mit ‚ANL Plastics’ präsentieren die Entwickler den Kalender aus Karton und Kunststoff-Tiefziehling erstmalig in diesem Jahr dem Branchenpublikum.

Die Funktionsweise ist einfach: Der Kalender funktioniert letztlich wie ein Glücksrad, das hinter der Kartonage liegt. Durch eine Ausstanzung kann das Rad mit dem Finger bis zur nächsten Zahl gedreht werden. Süßigkeit, Geschenk oder Überraschung fallen gleichzeitig unten in die Aussparung. Die Anwendungsmöglichkeiten für den Kalender sind äußerst flexibel – bis zu 31 Präsente können in ihm untergebracht werden und so die Wartezeit bis Weihnachten, bis zur Hochzeit, bis zur Geburt des Enkelkindes oder, oder, oder versüßt werden.

Ein Kalender ohne Türchen hat einen großen Vorteil: Die Kids können nicht heimlich hinter die Türchen blicken. © pacproject

Ein Kalender ohne Türchen hat einen großen Vorteil: Die Kids können nicht heimlich hinter die Türchen blicken. © pacproject

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Der Countdown-Kalender hat zahlreiche Einsatzmöglichkeiten. Ob Hochzeiten, Geburtstage oder Jubiläen – immer dann, wenn die Wartezeit auf ein Ereignis versüßt werden soll, kann der Kalender zum Einsatz kommen. © pacproject

Woher stammt die Idee des Adventkalenders eigentlich?

Man erzählt sich, der Adventskalender stamme aus dem 19. Jahrhundert und sei aus dem christlichen Brauchtum heraus entstanden. Ursprünglich wurde ähnlich wie bei dem Countdown-Kalender nicht von 1-24 gezählt, sondern auch rückwärts. Anstatt kleiner Geschenke wurden 24 Kreidestriche nach und nach abgewischt bis zum Heiligen Abend.

Den uns heute vertrauten Türchen-Kalender soll der schwäbische Pfarrerssohn und spätere Verleger Gerhard Lang erfunden haben. Aus der Idee seiner Mutter, 24 kleine Gebäckstücke auf einen Karton zu basteln, entwickelte er 1908 den ersten gedruckten Adventskalender.

Erst über 50 Jahre später entdeckte die Schokoladenindustrie das enorme Marktpotenzial und produzierte die ersten Schoko-Adventskalender. Seither gibt es zahlreiche Variation zu kaufen: mit Bildern, mit Pralinen, mit Spielzeug gefüllte Kalender – und bald auch Kalender ohne Türchen.

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